Varúð, eldfimt.

von Lea

Habt ihr schon mal bemerkt wie die Flamme eines Teelichts den ganzen Wachs um sich herum auflöst? Wie sie ihn quasi verschwinden lässt so dass er nur noch aussieht als wäre er Wasser? Jemand völlig anderes.

Als würde er jemand anderen darstellen nur weil die Flamme das so möchte. Will der Wachs das denn überhaupt? Möchte er nicht eigentlich der sein, der er wirklich ist? Wieso lässt die Flamme ihn das nicht sein? Erst wenn die Flamme aus ist, erloschen. Dann wird der Wachs wieder hart und er selbst.

Geht es uns Menschen da nicht genau so? Kommt es nicht oft vor, dass ein Mensch in unser Leben tritt und wir durch ihn verändert werden? Nur ist es oft so, dass wir es meist gar nicht bemerken wie wir durch den Menschen verändert werden. Außerdem brauchen wir – nachdem der Mensch wieder verschwunden ist – erst mal ein bisschen Zeit brauchen um wieder zurück zu unserem Sein zu finden – wenn wir dies überhaupt tun. Manchmal bleiben wir auch einfach so, wie uns die andere Person geformt hat, einfach weil es uns gefällt und weil wir denken, dass das Leben so einfacher wäre.

Dadurch dass wir eine andere, neue, unbekannte Gestallt annehmen erkennen uns vielleicht einige alte Freunde nicht wieder, sie wenden sich von uns ab. Und selbst wenn wir uns dann wieder zurück formen ist es schwierig für uns und für sie, aber vor allem für uns, diese Freunde wieder zu finden, denn vielleicht haben sie in der Zwischenzeit auch jemanden getroffen der sie verändert, ihre Flamme die sie schmelzen lässt und zu einem anderen Menschen macht.

Bei der Kerzen wird der Wachs immer zu dem was er vorher mal war. Er wird zu Wachs. Der Charakter eines Menschen ändert sich jedoch mit jedem mal, mit dem er einen anderen Menschen trifft und ihn an sein innerstes Ich, sein Herz heran lässt. Dorf kann der andere Mensch herum schrauben, Sachen austauschen und löschen, wie bei einer Festplatte eines PCs und meist kann dies nicht mehr rückgängig gemacht werden, denn wer denkt schon daran eine Sicherheitskopie anzufertigen?!

Lea.

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