face-to-face with the truth.

Kennt ihr das? Ihr sitzt bei einer Gruppe und fühlt euch trotzdem allein. So als würdet ihr nicht wirklich dazu gehören. Ihr merkt wie hinter eurem Rücken geredet wird. Wie irgendwie alle nicht wirklich mit euch klarkommen selbst wenn sie so tun als würden sie es? Vielleicht tun sie es ja in manchen Situationen aber dann gibt es auch immer solche, in denen sie euch nicht verstehen. Nicht mit euch klarkommen und sich womöglich fragen wieso sie überhaupt mit euch befreundet sind. In solchen Momenten hilft es allein zu sein damit man sich klar darüber wird was das überhaupt alles bringen soll.

Solche Situationen habe ich oft. Eigentlich jeden Tag, nicht solche in denen ich denke dass über mich geredet wird. Aber solche in denen ich alleine sein muss um meine Gedanken zu ordnen. Um wieder ein bisschen Struktur in mein Leben zu bringen. Einfach um mich daran zu erinner wer ich bin und was ich will.

Einsamkeit. Allein sein. Zwei zustände die jedoch ein unterschiedliches Gefühl mit sich bringen. Wenn man allein ist, dann will man das. Allein sein kann manchmal sehr befreiend sein. Manchmal sitze ich halt gerne alleine irgendwo herum, lasse meine Gedanken schweifen. Selbst wenn eine Gruppe daneben steht und ich alleine auf einer Bank sitze fühle ich mich wohl. Wenn ich wollen würde, dann würde ich ja zu ihnen hingehen. Aber vielleicht interessiert mich das ja auch gar nicht was die Gruppe dort macht. Selbst wenn es meine Freunde sind. Manchmal brauche ich das halt, ein bisschen zeit für mich. Was ist daran so falsch? Ist es falsch mal eine kurze Zeit für sich sein zu wollen? Einfach ein bisschen Abstand haben zu wollen. Von allem? Wieso sollte das Falsch sein. Vielleicht ist man einfach nicht so ein „Rudel-Tier“. Vielleicht ist man auch mal ganz gerne für sich allein. Will allein sein.

Bei Einsamkeit sieht das schon ganz anders aus. Einsam. Einsam ist eine alte Frau deren Mann verstorben ist und deren Familie sie nicht häufig besucht. Die vielleicht nicht mehr alleine raus gehen kann und in ihrer Wohnung sitzt. Allein. Einsam. Einsam ist man wenn man sich alleine fühlt aber nichts daran ändern kann weil einfach keiner da ist zu dem man gehen konnte, keiner mit dem man über seine Probleme reden könnte oder zu dem man gehen könnte um ein bisschen liebe zu bekommen. Man kann es sich nicht aussuchen ob man einsam ist. Man ist es einfach. Und meistens kann man nichts dagegen tun.

Einsam hab ich mich noch nie gefühlt. Nicht wirklich. Alleine schon. Alleine hab ich mich gefühlt als ich gemerkt habe dass ich keine richtigen Freunde in meiner Klasse hatte, einfach weil Jungs und Mädchen nicht miteinander befreundet waren. Entweder man war zusammen oder man ärgerte sich. Aber Freundschaft gab es selten. Die Mädchen waren entweder eingebildet und zickig oder waren Mitläufer, versuchten es zumindest doch dies klappte nicht wirklich und sie wurden zu Außenseitern. Zu keiner Gruppe gehörte ich wirklich dazu. Ich war nicht „cool“ genug um bei den beliebten rum zu hängen und nicht „uncool“ genug um zu den Außenseitern zu gehören. Ich hing dazwischen. Ein mittelding und ich kam weder vor noch zurück. Klar hätte ich mich auf hübschen können und rauchen können und mit Jungs flirten können um zu den „coolen zu gehören oder ich hätte das alles sein lassen können, meine Meinung den anderen vorenthalten können und mich zu den Außenseitern gesellen können. Doch weder das eine noch das andere wäre ICH gewesen. Und darum geht es doch in dem ganzen hier.

Darum sich selbst zu finden. Herauszufinden wer man ist und was man hier auf der Erde zu suchen hat. Was seine ganz persönliche Aufgabe ist. Herauszufinden wer man ist. Herausfinden wer ich bin. Das ist eine Aufgabe mit der ich wohl mein ganzes Leben lang beschäftigt bin. Und dies geht am besten wenn ich alleine bin. Nicht einsam. Sondern allein, allein mit meinen Gedanken. Allein mit mir. Allein mit meinem Ich. Um herauszufinden wer ich bin und was meine ganz persönliche Aufgabe ist.